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Instagram’s Shoppable Photos – so funktioniert’s: Eine Anleitung für Online-Angebote

Die Grenzen zwischen Social Media und E-Commerce verschwimmen immer mehr. Über 2,5 Milliarden User nutzen inzwischen Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat – ein gigantischer, potenzieller Markt für den Einzelhandel. Tatsächlich zeigte kürzlich eine Studie, dass beinahe ein Drittel (31%) der Online-Shopper die sozialen Medien nutzen, um nach neuen Produkten zu suchen, die ihnen gefallen könnten. Im Wesentlichen verändert der technische Fortschritt unsere Art des Einkaufens und die sozialen Medien nutzen diese Trends für sich – von den „Jetzt kaufen“ Buttons auf Twitter bis zu den „buyable pins“ auf Pinterest.

Nach dem erfolgreichen Probelauf einer neuen Plattform präsentiert Instagram seit März nun auch in Deutschland die nächste Stufe des „Social Commerce“. Dabei erhält eine bestimmte Auswahl von Einzelhändlern die Möglichkeit, Produktfotos mit Beschreibungen und Preisinformationen zu taggen. Diese „Shoppable Photos“ verlinken direkt zu den jeweiligen Händler-Webseiten und ebnen damit den Weg zu supereinfachem Shopping. An dem Probelauf, der im November 2016 begann, nahmen damals 20 US-Einzelhändler teil, darunter Kate Spade, Jack Threads und Warby Parker.

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie wichtig der Einsatz von Instagram Shoppable Photos für Ihren Onlineshop sein könnte:

So funktioniert‘s

Der Gedanke hinter Shoppable Photos ist, dass sie es Nutzern leichter machen, Produkte zu finden und zu kaufen. Die neue Plattform ermöglicht Händlern bis zu 5 anklickbare Produkte in einem einzelnen Shoppable Photo zu präsentieren. Jedes Shoppable Photo enthält ein „tap to view“ Icon. Wenn die User mit dem Icon interagieren, erscheinen Tags zu den verschiedenen Produkten im jeweiligen Post.

Wählt man ein bestimmtes Tag aus, wird man auf Instagram zu einer Seite mit den Produktdetails geführt, wie z.B. dem Preis, einer Beschreibung, weiteren Fotos und einem „Jetzt kaufen“ Link. Klickt man auf diesen Link, gelangt man direkt zum jeweiligen Produkt auf der Händler-Webseite – eine klare Vereinfachung des Shoppingvorgangs auf der Social Media Seite. Und sollten einen die Infos auf der Produktseite doch nicht interessieren, ist man schnell wieder zurück auf seinem Instagram Feed.

Da die jeweilige Produktseite innerhalb von Instagram lädt, bleiben die Instagram Nutzer länger auf dem Social Media Netzwerk. Laut einer eigenen Studie des Social Media Riesen behaupten 60% der Instagram User, dass sie in der App von neuen Produkten und Services erfahren, während 75% sagen, sie besuchen Webseiten, suchen nach Produkten oder berichten Freunden, nachdem sie von einem Post bei Instagram beeinflusst wurden. Durch die Shoppable Photos müssen User nicht mehr erst die App schließen, den Browser öffnen und das Produkt suchen, das sie eben bei Instagram gesehen haben. Das Intelligente an dieser neuen Technologie ist, dass sie entwickelt wurde, um bestehendes Nutzerverhalten auf Instagram widerzuspiegeln und ein nahtloses „Social Shopping“ Erlebnis zu schaffen. Instagram plant mittlerweile, dieses Feature gewinnbringend zu nutzen, indem man Hersteller und Handel die Möglichkeit bietet, gegen Bezahlung ihre Shoppable Photos mit Menschen zu teilen, die ihnen noch nicht auf der Social Media Seite folgen.

Das größere Ganze

Der Hype um Shoppable Photos ist verständlich, denn es gibt mehr als 500 Mio. Instagram Nutzer. Wenn nun auch der Einzelhandel eine hohe Kundenbindung auf Instagram vorweisen kann, könnte dieser neue Kanal den Absatz kräftig ankurbeln. Allerdings sollte man auch beachten, welche Auswirkungen dieser neue Kanal auf andere Bereiche des Kaufvorgangs hat.

Ein steigender Absatz bedeutet mehr Lieferungen. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass 59% der Verbraucher nicht erneut bei einem Händler kaufen würden, der nicht pünktlich liefert. Aus diesem Grund ist eine effiziente Lieferinfrastruktur für jeden Händler unerlässlich, um für die jüngsten Entwicklungen im E-Commerce gewappnet zu sein. Nachdem jetzt Shoppable Photos in den Mittelpunkt rückt: Welche Lieferfaktoren müssen Händler beachten?

1. Werden Sie flexibel

Ursprünglich genügte meist ein einzelner Standard-Lieferservice. Aber genau wie der Einzelhandel hat sich auch der Verbraucher weiterentwickelt. Heute wünscht der Kunde Auswahlmöglichkeiten, wie er die Ware erhalten will. Das Wesentliche bei jeder Lieferoption ist, sich auf das Kundenerlebnis zu konzentrieren, d.h. dem Kunden Komfort zu bieten – Stichwort Paketshops und Abholstationen.

2. Wissen, wo’s ist

Verbraucher wollen nicht nur bestimmen, wie sie ihre Ware erhalten, sondern auch wann. Eine Möglichkeit zur Verbesserung des Liefersystems ist die Sendungsverfolgung. Diese Option war früher ziemlich teuer, aber die starke Zunahme des Onlineshoppings hat konsequenterweise zu preisgünstigen Technologien zur Lieferungen inklusive Sendungsverfolgung geführt.

3. Gestiegene Nachfrage meistern

Es ist wesentlich, dass die Händler in Bezug auf die Lieferziele von Anfang an die Erwartungen ihrer Kunden erfüllen. Sie müssen eine gute Balance finden, zusätzliche Bestellungen anzunehmen, ohne

die Lieferkapazitäten zu übersteigen. Unzuverlässige Lieferungen können Kunden kosten, daher sollten sich Unternehmen immer ihrer Kapazitäten bewusst sein und auf steigende Nachfrage reagieren können.

4. An Rücksendungen denken

Auch ein bequemer Retour-Service ist für gute Kundenbeziehungen unverzichtbar. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Harris Interactive würden 85% der Kunden nicht mehr bei einem Händler einkaufen, wenn Rücksendungen nur umständlich möglich wären. Dagegen würden 95% erneut dort einkaufen, wenn Rücksendungen bequem und problemlos möglich wären. Retouren können für Online-Shopper extrem abschreckend sein, wenn sie nicht richtig gehandhabt werden. Ein erfolgreicher Rücksendeservice sollte einfach und günstig sein.

Durch die Einführung neuer Plattformen wie den Shoppable Photos, ist es für den Einzelhandel nicht nur wichtig, mit den neuesten Entwicklungen Schritt zu halten, sondern auch zu beurteilen, welche dieser Plattformen zu ihrem Unternehmen passen könnte und was die Auswirkungen, z.B. auch auf die Logistik etc. wären. Ein außenstehender Experte mit dem nötigen Know-How, Kontakten und Expertise kann dem Handel mit Weitblick dabei helfen, flexibel und effizient die Herausforderungen von heute und am besten auch schon von morgen zu meistert.

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