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Storytelling mit Twitter: Mehr als 140 Wörter braucht es nicht

Der Mikroblogging Service aus San Francisco zählt mittlerweile ca. 320 Millionen Nutzer weltweit. Ursprünglich als Forschungsprojekt entstanden, avancierte die App zu einem internationalen Unternehmen mit mehr als 700 Milliarden Dollar Umsatz und gehört zum Alltag vieler Smartphone Besitzer. Das Besondere an der App ist, dass jeder „Post“ den man abgibt, maximal 140 Zeichen betragen kann. Diese kurzen Posts — oder auch Tweets genannt — sind somit extrem kurzlebig und konzentriert. Allerdings erlauben diese auch eine ganz eigene Art des Storytellings. Und das macht Twitter als Werbeplattform wieder gänzlich eigenartig. Und interessant!

Ein gutes Beispiel, wie Twitter genutzt werden kann, sind ARGs. Das Kürzel steht für Alternate Reality Games und bezeichnet Geschichten, die von mehreren oder einzelnen Personen aufwändig inszeniert sind und multimedial erzählt werden mit dem Anspruch echt zu wirken.

Beispielsweise bei dem Autor Tom Taylor, der auf Twitter eine Geschichte erzählt. Er beginnt damit, dass er für ein neues Buchprojekt eine Hütte gemietet habe, um in Ruhe schreiben zu können. Bald passieren seltsame Dinge, er hört Geräusche und allerhand mysteriöses passiert. Dass der Autor selbst Horror-Romane schreibt und diese Geschichte, die live von den Twitter-Abonnenten unter Spannung verfolgt wurde, eventuell reine Promotion sein könnte, fällt einem dabei nicht sofort auf. Ist aber bei der Auflösung umso unterhaltsamer.

Dabei funktioniert Storytelling auf Twitter deshalb so gut, weil es keine Ähnlichkeit zu einem Buch hat — im Gegenteil. Die kurzen Happen, die dem Nutzer nach und nach hin geworfen werden, sind gerade genug um unterhaltsam zu sein und bleiben dabei so kurz, dass die ganze Geschichte selbst nach mehreren Tweets immer noch nicht ersichtlich wird. Man kann also die Geschichte sehr einfach strecken. 

Der nächste Punkt, der hilft, ist der Umstand, dass Twitter seine Tweets immer mit einem Standort bestückt. Wer also gespannt ist, was am Ort des Geschehens passiert, kann sofort googeln oder sich anderweitig informieren. 

Auch die Uhrzeit spielt eine wichtige Rolle. Denn die ist auf einem Tweet auch immer zu erkennen. So sieht man also, ob die Behauptung: „Es wird schon dunkel. Unheimlich.“ auch einen Wahrheitsgehalt hat. Beide Punkte schaffen Transparenz und Glaubwürdigkeit. Und das ist im Marketing besonders wichtig.

Deshalb überlegen Sie, was Sie Ihren Kunden erzählen können! Storytelling muss nicht immer über einen Film, ein Video, oder einen Radiospot funktionieren. Gutes Marketing schafft das auch mit 140 Zeichen.  

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