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Die Anziehungskraft der eigenen Händler-App.

Online oder offline – der klassische Einkaufsvorgang lässt sich 2022 nicht mehr so deutlich trennen, wie noch vor einigen Jahren. Stichwort: Hybrides Shopping. Viele Verbraucher wechseln heute flexibel zwischen Onlineshopping und dem Kauf im stationären Handel – mit vorangegangener mobiler Informationsbeschaffung. Wer heute fragt, wie sich die Konsumenten mit dem stationären Einzelhandel verbinden, erhält nicht selten die Antwort: über die Kunden-App. Da überrascht es auch nicht, dass bei Statista unter den Top Ten der Shopping-Apps 2022 nach Downloadzahlen direkt hinter dem Onlineshop-Riesen Amazon auch Einzelhändler wie Kaufland, dm und Lidl zu finden sind. Auf der anderen Seite zeigen Studien, dass 77 % der Nutzer eine gerade installierte App bereits schon innerhalb von 3 Tagen wieder löschen.

Warum nur wenige Händler-Apps erfolgreich sind und viele nicht.
Hello again! Vor dem Besuch des Ladengeschäfts über aktuelle Angebote und Kundenvorteile informieren, Coupons und Rabatte aktivieren und vielleicht noch eine Wunschliste abspeichern. Grundsätzlich ist so eine Händler-App eine gute Sache – auf jeden Fall eine echte Alternative zu den üblichen Papierprospekten, die oft genug ungelesen im Papierkorb landen. Doch nur die wenigsten Kunden nutzen Händler-Apps wirklich regelmäßig. Woran das liegt? Es fehlt an Nutzerfreundlichkeit. Schon bei der Plastik-Kundenkarte war oft das Problem, dass sie vergessen wurden, man zu bequem war, sie herauszusuchen oder man gar nicht mehr wusste, dass man sie hat. Dazu waren die angebotenen Vorteile meist oft nicht so groß, wie man zunächst dachte. Ähnlich ist es bei Händler-Apps, die mich sofort auf den Onlineshop weiterleiten, Informationen anzeigen, die ich auch auf Google finde und mir nur Rabatte anbieten, die sowieso alle Kunden bekommen. Die Marktforschung bringt es auf den Punkt: Selbst wenn die App heruntergeladen wurde, nutzt der Kunde meist doch nur die Anwendungen auf dem ersten, maximal zweiten Bildschirm. Einen Platz finden dort neben der App von Amazon als wichtigsten Einkaufskanal wahrscheinlich noch ein, zwei Lieblingsläden– fertig.

Von der digitalisierten Kundenkarte zur kommunikativen Nabelschnur.
Aus den Fehlern anderer kann man lernen: Denn gut gemachte Apps funktionieren auch gut – in der Nutzung an sich und bei den Kunden. Mobile Apps besitzen das Potenzial, um nach und nach zur wichtigsten Plattform für ein durchgängiges Einkaufserlebnis zu werden. Denn sie befinden sich auf dem wichtigsten Gerät im Leben der Kunden. Dafür darf die Händler-App aber nicht nur als Kundenkarte, Einkaufshilfe oder weiterer Verkaufskanal gesehen werden. In echte Mehrwerte zu investieren, ist hier ein klares Muss. Ob das Filtern der aktuellen Angebote, Info zur Produktverfügbarkeit in Echtzeit, Belohnung für die App-Nutzung per Bonus oder Ranking, personalisierte Inspiration oder Hilfestellung direkt in der App – es gibt viele Möglichkeiten, seine Kunden zu unterstützen und so letztendlich auch die Frequenz am POS erhöhen. Nicht zu vergessen: Die App-Qualität zahlt auch auf das Image ein – im positiven wie im negativen Sinne. Was leider auch oft vergessen wird: Nur wer selbst prüft und dafür sorgt, dass sich die Händler-App vor Ort auch jederzeit öffnen lässt, kann sicher sein, dass diese nicht zum Ärgernis an der Kasse wird.

Nicht jeder Einzelhandel braucht eine eigene App. Auch die Schaltung von Werbung innerhalb von beliebten Anwendungen bietet spannende Möglichkeiten. Doch wie wichtig ist hier der richtige Kontext? Und was sorgt dafür, dass die Werbung nicht als Spam wahrgenommen wird? Fragen, mit denen wir uns sicher in einem der nächsten FOR-Artikel beschäftigen werden. Denn heute gilt: Online bedeutet mobil und mobil bedeutet App.

 

Screenshots ©AppleAppStore

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